Fettabsaugungen

Fettabsaugen ist ein chirurgisches Verfahren, um überschüssiges Fettgewebe entfernen zu können. Die Fettabsaugung ist ein wirkungsvollste und erfolgreichste Weg, um schnell und dauerhaft die Problemzonen verschwinden zu lassen, indem das überschüssige Fett der einzelnen Bereiche des Körpers entfernt wird.

Abgesaugte Fettzellen können in der Regel nicht neu gebildet werden. Allerdings speichern verbliebene Fettzellen bei einer Gewichtszunahme wieder Fett, so dass auch an den operierten Stellen eine Zunahme der Fettzellenmasse nicht auszuschließen ist. Deshalb ist die Fettabsaugung nicht für übergewichtige und krankhaft Fettleibige geeignet. Bei straffer Haut kann ein gutes Ergebnis erzielt werden. Sollte die Haut dennoch stark erschlafft sein, sind weitere Eingriffe nötig, wie z.B. Oberschenkel- oder Bauchdeckenstraffung.


Vor der Operation:

Sämtliche OP-Voruntersuchungen werden in der Klinik durchgeführt und zwingen nicht mehr zu aufwendigen Voruntersuchungen, deren Ergebnisse mitgebracht werden müssen. Sollten Sie Bedenken haben, dass aus gesundheitlichen Gründen eine Operation abgelehnt werden kann, ist es dennoch Ratsam eine OP-Tauglichkeitsuntersuchung an Ihrem Heimatort durchführen zu lassen.

Das Rauchen ist vier Wochen vor der Operation radikal einzuschränken. Salicylsäurehaltige Schmerzmittel bzw. Medikamente mit Acetylsalicylsäure (Aspirin) müssen spätestens 14 Tage vor dem geplanten Eingriff abgesetzt werden.

Am Tag vor der Operation wird ein persönliches Gespräch zwischen Patient und Arzt geführt, um eine medizinische Aufklärung über den Ablauf und die möglichen Risiken des Eingriffes zu gewährleisten. Zudem findet eine Untersuchung statt, bei der eine Blutabnahme zur Bestimmung eines kleinen Blutbildes erfolgt, sofern Sie den Befund Ihrer aktuellen Blutwerte nicht von Ihrem Hausarzt vorlegen können. Die Untersuchungen werden in dem vor Ort zuständigen Labor gemacht.


Operativer Verlauf:

Der Eingriff wird in den meisten Fällen in Vollnarkose durchgeführt. Eine Vollnarkose ist eine Belastung für den Körper und wie so viele medizinische Verfahren mit gewissen Risiken behaftet. Besonders bei alten Menschen oder bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen ist die Gefahr von Komplikationen wie u.a. Übelkeit oder Herz-Kreislauf-Beschwerden höher. Ein Anästhesist wird Sie noch zusätzlich vor der Operation aufklären und ist auch während der OP dabei. Außerdem werden vor der OP die gewünschten Problemzonen markiert, die in Absprache mit dem Patienten erfolgt.


Für den Eingriff selber werden dann folgende Schritte durchgeführt:


In den jeweiligen markierten Bereich wird eine der Körperflüssigkeit angepasste Salzlösung, die ein örtliches Betäubungsmittel und eine gefäßverengende Substanz enthält, unter die Haut gespritzt.
Es erfolgt dann ein Schnitt in der Nähe der jeweiligen Zone, der maximal einen halben Zentimeter ausmacht, der durch Kleidung verdeckt werden kann, so dass spätere Narben meist nicht auffallen.
Durch diese Öffnung wird eine 3mm starke stumpfe Kanüle in die Haut eingeführt. Durch vorsichtiges Hin- und Herbewegen der Kanüle wird dann das Fett entfernt.
Diese Absaugkanüle ist über einen Schlauch und Spitzenkolben an einer Vakuumpumpe angeschlossen. Diese Pumpe erzeugt einen Unterdruck und entfernt das Fett. Größere Gefäße oder Nerven werden nicht verletzt.
Nach dem Eingriff werden die Schnitte meist mit sich selbst auflösenden Fäden vernäht.

Die jeweilige OP-Dauer kann je nach Ausmaß 1-3 Stunden dauern.


Nach der Operation:

Das Ergebnis ist nach ca. vier Wochen zu erkennen. Um Komplikationen im Heilungsverlauf zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Patient für ca. 4-6 Wochen diszipliniert eng sitzende Kompressionsbekleidung trägt. Diese dient der Gewebeformung und wirkt Schwellungen und Schmerzen entgegen. Die durch die OP entstandenen blauen Flecken und Blutergüsse sollten nach ca. 2-3 Wochen zurückgehen.

Am Tag nach dem Eingriff ist ein Krankenhausaufenthalt je nach Größe des Absaugvolumens nötig, z.B.

ein Tag für bis zu 4000ml
evtl. 2 Tage für über 4000 ml.

Ansonsten ist eine Rückreise frühestens 24 Stunden nach der OP möglich. Hier sollten dann wegen evtl. Thrombosegefahr mehrere Pausen mit Bewegung eingelegt werden.


Es darf ca. 6 Wochen nach der OP kein Sport oder übermäßig körperliche Anstrengungen betrieben werden.
Der Arbeitsbeginn kann ohne große Anstrengung frühestens 5 Tagen nach der OP wieder erfolgen.
Eine Empfehlung ist, nach der OP leichte, waschbare Kleidung zu tragen.


Weitere mögliche Komplikationen:

Wie nach jeder Operation können Nachblutungen auftreten. Deshalb ist zwei Wochen vor der Operation die Einnahme von azelysalizylsäurehaltigen Schmerzmitteln und Azetysalizylsäure (Aspirin) zu vermeiden. Trotz aseptischer Vorsichtmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Als Vorbeugung werden antibiotische Medikamente verordnet. Leichte Schmerzen können mit Schmerzmitteln behandelt werden.


Die hier aufgeführte Beschreibung der Operationen ist allgemein und kann das persönliche Beratungsgespräch mit dem Arzt nicht ersetzen. Leider dürfen wir keine Vorher-Nachher Bilder mehr abbilden, weil eine bildliche Darstellung von Vorher-Nachher Bildern der Schönheitschirurgie nach den Regeln des Heilmittelwerberechts untersagt ist.

 

 



































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